Nur noch wenige Tage bis zum Beginn der Olympischen Spiele. Es wird Zeit, sich mit den Bedingungen, den Sportstätten, Transport, usw. vertraut zu machen. Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag. Nicht so bei den Brasilianern. Erst zwei Tage vor dem Start ist deutlich zu spüren, dass etwas Besonderes in dieser Stadt ansteht.


"Welche Sportarten soll ich auswählen? Jeden Tag eine andere Sportart!? Randsportarten wie Gewichtheben, Ringen, Bogenschießen, die man eher selten im Fernsehen sieht? Und auch 1-2 Ruhetage könnten sinnvoll sein." Unter dieser Prämisse startet mein Rio2016.

Was wird in Erinnerung bleiben? Da sind zunächst einmal die Veranstaltungen, die ich miterlebte:
     Das Radrennen am ersten Tag mit vielen Stürzen.
 
   
 Das recht gute Abschneiden unserer Turnerinnen.
   Respekt vor den Gewichthebern. So wie es präsentiert wird, ist es durchaus sehenswert.
 
   
 Die Beachvolleyballarena. Schön gelegen am Strand der Copacobana. Gold für die deutschen Frauen.
 
   
 Auch die Kanu- und Ruderstrecke mit Blick auf den Corcovado mit der Christusstatue ist ein Juwel. Der Deutschlandachter holt hier Silber.
 
   
 Leider kein Deutscher beim Trampolinturnen.
 
   
 Hart und kraftvoll geht es beim 7er Rugby zu. Auch die Frauen zeigen sich sportlich aggressiv. Große Überraschung bei den Männern. Nicht Australien, Neuseeland oder Südafrika gewinnen Gold. Die Männer der Fidschi Inseln sind nicht zu schlagen.
 
   
 Kenia und Äthiopien dominieren den Marathon bei den Frauen und Männern.
 
   
 Wenn beim Schwimmen der Name Phelps (Bahn 4) auf der Anzeigetafel erscheint, geht ein Raunen durch die Zuschauerränge. Schließlich hat kein anderer so viele Goldmedaillen bei OS geholt wie er. (21 - oder sind es noch mehr ?)
 
   
   
   
 Keine OS ohne Leichtathletik. Der Name Ursain Bolt elektrisiert die Zuschauer und alle Blicke sind auf ihn gerichtet.
 
   
 Ringen wollte man von den OS verbannen. Keine gute Idee. Ich finde Ringen gut. Vielleicht liegt es daran, dass Erinnerungen an die eigene Kindheit wach werden..... und auch wie die Söhne es genossen haben, sich mit dem Vater zu "raufen".
 
   
 Im berühmten Maracana Stadion holen unsere Frauenfußballer Gold.
 
   
 Elfmeterentscheidung bei den Männern. Die müssen auch gegen 75000 fußballverrückte Brasilianer antreten. Doch diese haben durchaus großen Respekt vor dem deutschen Fußball.
 
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 Bei der Abschlussfeier dominieren Tanz und Musik. Es endet in eine riesige Sambaparty. Die Sicherheitsvorkehrungen werden ein wenig gelockert. Zuschauer und Sportler aller Nationen mischen sich unter die Akteure. Die Idee, dass Olympische Spiele auch dem Frieden und der Völkerverständigung dienen, ist hier greifbar....
    Aber es ist nicht nur die sportliche Seite, die die OS so interessant machen, sondern auch die besondere Atmosphäre, die solch ein Ereignis erzeugt.
 
   
 Vor und nach den Wettkämpfen schlendert man am Strand von Ipamena entlang, wo sich Deutschland in einem Pavillon präsentiert, die Gäste musikalisch unterhält, deutsches Bier und Currywurst anbietet.....
   ..... fragt sich, warum "futevolei" Volleyball ohne Benutzung von Hände und Arme - worauf die Brasilianer auch während der OS nicht verzichten wollen, nicht zum olympischen Programm gehört....
 
   
 .... kommt im Bus mit einer Olympiahelferin ins Gespräch, die man Stunden später als die Dame erkennt, die die Silbermedaille auf einem Tablet zur Siegerehrung trägt....
   ...... trifft Japaner, die mit großer Gestik ihre Lansleute anfeuern...
   ...... lernt zwei Amerikanerinnen kennen, die ihre Schwester/Freundin beim Marathon unterstützen.
   .... auf einen Mann aus Costa Rica, der mich einlädt, ihn und seine Familie auf der Panamericanatour Richtung Norden zu besuchen.....
 
   
 ...... wundert und freut sich gleichermaßen, mit welcher Begeisterung die Brasilianer sich um den Mann scharen, der gerade den letzten Platz im Tranpolinturnen belegt hat......Tolle Geste! Dabei sein ist alles!
 
   
 ...... beobachtet Fischer an der Guanabarabucht, für die Olympia ein Fremdwort ist und sich nicht um Olympia kümmern.....
 
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 ..... wird an einem Sonntag schier erdrückt von den Menschenmassen auf dem "Boulevard Olimpico" im renovierten Hafenviertel.....
 
   
 .... staunt über die technische Ausrüstung der Kameraleute.
 
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 .... kommt den Medaillengewinnern im Turnen und dem deutschen Zehnkämpfer Kazmirek (vierter Platz) während des Wettkampfes ein wenig näher....
   .... feiert mit zwei überaus stolzen Dänen, den Gewinn der Goldmedaille im Handball....
   .... begibt sich ins Ausgehviertel von Rio.....
 
   
 .... wird vor und nach den Wettkämpfen von den stets gut gelaunten Helfern unterhalten....
 
   
 ..... und lässt sich ein wenig anstecken von der Lebensfreude der Brasilianer trotz der vielen Probleme.
   ..... und ist irritiert über ausländische Kommentare, die Rio2016 als die schlechtesten Spiele aller Zeiten darstellen. Beispiele:
1. Medien berichteten von der katastrophalen Wasserqualität in der Guanabarabucht. Das mag teiweise stimmen. Der Zuckerhut liegt an der Guanabarabucht und dort habe ich etliche Male mein morgenliches Schwimmen absolviert - ohne gesundheitlichen Schaden

2. Athleten berichten über den unmöglichen Zustand, dass man benutztes Toilettenpapier nicht in die Toilette werfen darf, sondern in einen Behälter. (Wegen der kleinen Abflussrohre). Auch ich finde das extrem gewöhnungsbedürftig aber so ist es nun mal und muss man überall auf der Welt europäische Standards einfordern?

3. Ein Reporter mäkelt über das Wetter: Zu viele Wolken über Rio. In der Tat habe ich Rio schon bei mehr Sonnenschein und blauem Himmel erlebt. Aber im Winter tagsüber 24, nachts 18 Grad . Sollte man da noch meckern?

4. Verkehrschaos in Rio. Habe ich so nicht erfahren. Habe täglich mindestens drei Stunden im Bus, auf der Fähre, in der Metro verbracht und nie länger als 5 Minuten auf das nächste Verkehrsmittel gewartet.

Danke Rio. Es war schön und du warst ein großartiger Gastgeber.



Am 29.08.2016 ist der Flug nach Amsterdam geplant. Das Wohnmobil bleibt in Rio. Die Zollbehörde teilte mir gestern mit, dass mein Antrag, das Fahrzeug über den 31.12.2016 hinaus im Lande zu lassen, abgelehnt wird, Bei Nichtbefolgung wird eine Strafe von 10% des Fahrzeugwertes fällig.


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