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Fazit der Südostasien Reise.
Kurz zusammengefasst, was in Erinnerung bleibt.
Türkei:
Brücke zwischen Europa und Asien, historische Städte, Anatolien und Kurdistan, vielfältige Küche.
Iran:
Politik ausgeklammert bietet das Land prächtige Moscheen, Basare, jahrtausendalte Geschichte, Wüsten und Gebirge
und herzliche, hilfsbereite Menschen.
Indien:
Extreme Gegensätze, Armut, Lärm, wuselige Städte, Verkehrswirrwar, Tempel und gutmütige Menschen
Pakistan:
Entlang der afghanischen Grenze Terrorgefahr wegen Unabhängigkeitsbestrebungen von Belutschistan.
Reisende werden besonders geschützt. Fruchtbare Ebene am Indusfluss. Sehr gut ausgebaute Autobahn Richtung Lahore,
Eindrucksvolles Landleben
mit interessanten Begegnungen.
Nepal:
Himalaya-Kulisse, spirituelle Atmosphäre, kleine und große Gebetstempel, einfache Lebensweise,
Reisen mit Wohnmobil nicht empfehlenswert.
Tibet (auton. Region):
Extreme Höhenlage, weite Landschaften, Serpentinen auf 5000m Höhe, überwältigender Blick auf den Mt. Everest,
einzigartige buddhistische Kultur, Dalai Lama, Lhasa.
Laos:
Viel Natur, Dschungel, entschleunigtes Leben, buddhistische Gelassenheit, der Mekong, zurückhaltend freundliche Menschen.
Thailand:
Gute Straßen und Infrastruktur, großartige Tempelbauten, Strände, warmherzige, zugewandt freundliche
Menschen, Mischung aus Komfort und Exotik. Bangkok, Pattaya, Phuket, Chiang Mai, Chiang Rai.
Kambodscha:
Schwere Vergangenheit mit Terror unter Pol Pot, Hauptstadt Phnom Pen am Mekong, Riesige Tempelanlage Angkor Wat als
kultureller Höhepunkt.
Vietnam:
Aufstrebendes Land, Lebensenergie, abwechslungsreiche Landschaften, Reisfelder, Erinnerung an den Vietnamkrieg vor 50-60Jahren,
Strände, vietnamesische Küche, Hanoi, Ho Chi Minh (Saigon), die Halong Bucht.
Philippinen:
Traumhafte Inselwelt, Segeltour von einer Insel zur anderen, Strände, offene und herzliche Menschen, starker
spanischer und amerikanischer Einfluss spürbar, Armut und Reichtum, Hauptstadt Manila.
China:
Zum großen Teil gebirgig aber auch weite, wüstenähnliche Landschaften, moderne Infrastruktur einerseits und
jahrtausendalte Kultur andererseits. Buddhismus, Xi-An mit der Terrakotta-Armee, der Gelbe Fluss,
Bambuswälder mit Pandabären, Peking, chinesische Mauer.
Mongolei:
Stille und Natur, etreme Weite, Steppenlandschaft, Wüste, Jurten, Nomadenleben, moderne Hauptstadt Ulan Bator.
Besonders auf dem Lande sehr freundliche, hilfsbereite Menschen.
Russland (Sibirien):
Baikalsee, Irkutsk, Nowosibirsk, Omsk, abgelegene Dörfer, Birken- und Nadelbaumwälder, endlose Weite.
Man hatte mich vor Beginn der Reise gewarnt: Unsichere Länder, miserable Straßen,fremde Kulturen,
Sprachbarrieren, unberechenbare Situationen, Klima, Krankheiten, Unfälle, Reparaturen.
Einiges davon hat sich bewahrheitet, einiges nicht.
Es ist eine besondere Art, mit dem Wohnmobil und auf eigene Faust solch eine Reise zu unternehmen. Das Reisen im Wohnmobil
ermöglicht einem, die Route spontan anzupassen, man ist nicht an Bus-oder Zugverbindungen gebunden,
bestimmt seinen Rhythmus selbst. Man reist relativ komfortabel, fernab von normalen touristischen Pfaden und besucht
Orte, die für viele Pauschaltouristen unerreichbar sind.
Asien beeindruckt durch eine abwechslungsreiche Natur, üppige Reisfelder,
spektakuläre Küstenabschnitte, unterschiedliche Kulturen.
In Ländern, die oft als schwierig oder gefährlich beschrieben werden, erlebte ich eine Offenheit, die mich überrascht hat.
Menschen luden mich ein, fragten nach meinem Weg, meinem Leben in Deutschland, ich spürte echtes Interesse.
Solche Begegnungen haben mein Bild vom
Nahen Osten und Südostasien nachhaltig geprägt.
Der morgendliche Blick auf die Reisfelder, das einfache Leben auf dem Lande - all dieses ließ mich begreifen,
wie wenig man braucht um zufrieden zu sein. Hinter jeder Grenze warteten neue Eindrücke und Menschen, die mir mit
Herzlichkeit begegnet sind. Die Reise hat meinen Blick auf Menschen und Kulturen verändert. Besonders hervorheben
möchte ich Joe, der als Reiseführer mich auf der Fahrt durch China 4 Wochen begleitet hat und
mit dem ich unzählige, offene, tiefgehende Gespräche und Diskussionen geführt habe.
Natürlich gab es auch schwierige Momente. Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Reise, technische Probleme,
Herausforderungen bezüglich katastrophal schlechter Wege und Straßen, Reparaturen. Gelernt habe ich, dass die Überwindung von
solchen problematischen Situationen das Selbsvertrauen und das Vertrauen in andere Menschen fördert.
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