Karte der Reiseroute

 Reiseroute: La Libertad (El Salvador) - San Salvador Nejapa - Parque Cerro Verde - Managua (Guatemala) - Antigua - Lago Atitlan -La Mesia - San Christobal(Mexiko) - Tuxla Gutierrez - Palenque
   Mir ist es ein Anliegen in der Hauptstadt San Salvador die Kathedrale zu sehen. Diese Kathedrale ist bekannt durch Oscar Romero, Erzbischof von San Salvador. Vor fast 40 Jahren berichtete das Fernsehen und man las in den Zeitungen über ihn. Oscar Romero erhob sich gegen die Regierung und ihre unterdrückerischen Gesetze und er wollte den Armen eine Stimme geben. Er bat den Papst um Hilfe in seinem Kampf gegen die Ungerechtigkeit. Der Papst und der Vatikan weigerten sich allerdings, ihn zu unterstützen. Mit großer Unterstützung in der eigenen Bevölkerung kämpfte Oscar Romero weiter. Im März 1980 wurde er vor dem Altar von seinen Feinden erschossen. Nach seinem Tod begann ein Bürgerkrieg. Oscar Romero gilt als Begründer der Befreiungstheologie in Amerika.
   Nicht weit von der Hauptstadt entfernt liegt das kleine Städtchen Nejapa. Jedes Jahr Ende August veranstaltet die Stadt "La fiesta de las bolas de fuego", das Fest der Feuerkugeln. Ein besonderes Spektakel. Dieser Tag erinnert an den Jahrestag eines Vulkanausbruchs, der ein großes Gebiet der Stadt völlig zerstörte. Aber es gibt verschiedene Versionen seines Ursprungs, die religiöse oder historische Gründen haben könnten. Es ist eines der gefährlichsten Feste der Welt. Die Veranstaltung begann in der Nacht mit einem 10-minütigen Feuerwerk inmitten einer großen Menschenmenge. Dann zündeten einige Gruppen von Männern in Benzin getränkte Kugeln an...
   ...und warfen sie über die Hauptstraße.
   Viele Leute standen an der Seite der Straße und sahen zu. Manche Kugel verletzten die Zuschauer aber anscheinend machte ihnen das nichts aus. Sanitäter standen schließlich bereit.
   Am Ende bewarfen sich die Gruppen mit den brennenden Kugeln .
   Eine interessante aber auch seltsam bizarre Veranstaltung. In Deutschland sicher so nicht durchführbar.
   Wenn man schon mal in dem Land der vielen Vulkane unterwegs ist, ist das eine gute Gelegenheit, einen solchen zu besteigen.
   Eine lohnende Wanderung mit einer größeren Gruppe.
 ;  Schwefeldämpfe steigen aus dem Krater empor.
   Weiter geht es nach Guatemala. Die wohl attraktivste Stadt ist Antigua, etwa 70 km von der Hauptstadt Managua entfernt. Acht Tage bietet ein Polizeirevier in der Innenstadt einen sicheren Standplatz. Die Polizisten interessieren sich für die Camper auf ihrem Gelände und man kommt immer mal wieder ins Gespräch.
   Bei klarer Sicht hat man von hier einen schönen Blick auf einen aktiven Vulkan. Begeisterung und Schrecken liegen aber manchmal nahe beieinander. Da glaubt man sich sicher und erlebt in der nächsten Nacht ein Erdbeben, dessen Zentrum in Chiapas Mexiko liegt, Luftlinie etwa 200 km entfernt. Das Wohnmobil wird ordentlich durchgeschüttelt.
   Antigua, eine Stadt mit vielen Kirchen, ...
   
   
    ....kolonialen Häusern und Straßen....
   
   
   
   ... öffentlichen Gebäuden aus der Kolonialzeit - auch wenn bei manchen eine Renovierung angesagt wäre.
   Guatemala präsentiert sich bunt, ob auf dem Markt....
   
   
   ....auf dem zentralen Platz ....
   .. als Straßenverkäuferinnen ....
   
   ... oder auf dem Busbahnhof.
   Zum ersten Mal auf der gesamten Reise sind auffallend viele ältere Frauen...
   ... und Kinder als Schuhputzer....
   ... oder Warenverkäufer unterwegs.
   Guatemala feiert seinen Unabhängigkeitstag mit einem Umzug in jedem größeren Ort.
   Unterwegs im Hochland von Guatemala.
   
   Vorbei am schön gelegenen Lago Atitlan.
   Vorsicht ist geboten nach heftigen Regenfällen.
   Der Grenzübergang nach Mexiko, das Traumland eines jeden Campers, denn hier bekommt das Fahrzeug eine Einfuhrgenehmigung für 10 Jahre, statt wie in anderen Ländern für nur drei Monate!
   Erstes größeres Ziel in Mexiko ist in der Provinz Chiapas im Südwesten Mexikos die sehenswerte Stadt San Christobal de las Casas, 2000 m hoch gelegen und daher mit angenehmen Temperaturen.
   
   
   
   
   Aber auch hier - wie schon in Guatemala - Kinder im Grundschulalter als Straßenverkäufer. Und dabei zeigen sie recht viel Geschick.
   Mexiko ist ein sehr schönes Reiseland. Es könnte noch attraktiver sein, wenn da nicht die "Topes" wären, die zwar den Fahrer wirksam zwingen, die Geschwindigkeit enorm zu reduzieren aber sie sind so zahlreich, dass sie einfach nur nerven.
   Oft erhält der Fahrer einen Hinweis - aber darauf kann man sich nicht verlassen. Mit 50 km/h einen "Tope" zu überfahren ist äußerst unangenehm für Insassen und Fahrzeugmaterial.
   Aber noch andere Umstände reduzieren die Reisegeschwindigkeit. Tiefe Löcher in der Fahrbahn nimmt man da noch geduldig hin ...
   .... und auch, wenn Anwohner privat die Löcher reparieren, ein Seil spannen und um einen kleinen Obelus für ihre Arbeit bitten.
   Verständnis auch für die "Zapatistas" - eine politische Bewegung in der Provinz Chiapa, die die Benachteiligung von einigen Bevölkerungsgruppen anprangert - die mal wieder eine Staße mit quergestelltem LKW komplett sperrt. (Ich hatte hier Glück und durfte nach einem Gespräch mit mehreren Zapatistas die Fahrt fortzetzen)
 Aus verständlichen Gründen lässt sich diese Situation nicht durch ein Foto dokumentieren.  Wenig Verständnis kann man allerdings für eine Gruppe von Dorfbewohnern in der Nähe von Ocosingo aufbringen, die äußerst aggressiv 2000 Pesos und das Smartphone verlangten. Eine halbe Stunde war das Wohnmobil zwischen quer über die Straße geschobenen Nagelbrettern gefangen. Am Ende wirkten einige ältere Dorfbewohner mäßigend auf die Meute ein und man ließ mich fahren....
   .. mit einem Nagel im rechten Vorderreifen, der einen Reifenwechsel erforderte....
   ... und einem zerbrochenen Spiegel, der schon im nächsten Ort erneuert werden konnte. Noch einmal ohne größeren Schaden davongekommen!!!
   Auf dem Weg Richtung Yucatan lassen schöne Landschaften und ...
   
   .... Flüsse und ...
   --- friedliche Mayadörfer mit indigenen Märkten die Unannehmlichkeiten schnell vergessen.
   
   
   Die Wasserfälle Agua Azul, eine Miniaturausgabe der Iguacu Waserfälle in Argentinien/Brasilien.
 ;  
   
   Wer in Mexiko unterwegs ist kommt an den vielen archäologischen Mayastätten nicht vorbei. Eine davon ist Palenque.
   
   





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